‚Klima-Killer‘, ‚Image-Tempel‘: München-Liste lehnt die beiden 155-Meter-Türme des Investors Büschl strikt ab / Diskussion über Bürger- und Ratsbegehren

Die Diskussion über die beiden geplanten 155-Meter-Türme in München-Neuhausen wird intensiver; Investor Büschl droht der Stadt München. Die München-Liste ist u.a. aus ökologischen, sozialen und stadtplanerischen Gründen strikt gegen diese beiden umweltschädlichen Klötze. Wie will München mit derart CO2-intensiven Bau- und Prestigeprojekten und immer weiterem Wachstum jemals einen ausreichenden Beitrag zur Erreichung des 1,5-Grad-Klimaziels leisten?

Hier finden Sie einige Zitate und Links zur aktuellen Presseberichterstattung.

 

AZ 21.10.2021 mit Zitat München-Liste
„…Ein Dringlichkeitsantrag der ÖDP/München Liste vom Mittwoch – die Stadt solle möglichst schnell einen Ratsentscheid zur Hochhausgrenze von 100 Metern vorbereiten – wurde aber vertagt. Dirk Höpner, planungspolitischer Sprecher der ÖDP/München Liste, sagte: „Ich begrüße es ausdrücklich, dass ein Bau-Investor die Bürger befragen möchte, bevor er seinen Image-Tempel in unser Stadtbild betoniert. Über ein Ratsbegehren könnten alle Interessensgruppen verbal wieder abrüsten und sich auf das Wesentliche konzentrieren.“…“

Städtische Rathaus-Umschau zu dem laufenden Bürgergutachten
s.a. Rathaus-Umschau 19.10.2021; am Ende werden 2 Teilnehmende mit „tolles Projekt“ und „gut informiert“ zitiert. HIerzu erreichte uns die Info von einer engagierten Bürgergutachterin: Bei 26 Vorträgen für diese Bürger gab es nur 4 kritische, nämlich die über das Münchner Forum

SZ 20.10.2021: München-Liste zitiert und Absatz mit Zitat Stadtrat Dirk Höpner
Meinungen im Stadtrat Ratsbegehren / Dringlichkeitsantrag dazu und Vergleich mit dem Hochhaus-Bürgerbegehren 2004
1. Zwei Türme spalten die Stadt
2. Was hat sich seit dem letzten Bürgerentscheid verändert?

Ein Ratsbegehren abzuhalten wurde aktuell im Stadtrat nicht beschlossen
Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag von ÖDP/München-Liste wurde am 20.10.2021 in der Vollversammlung des Stadtrats abgelehnt (BR-Radio berichtete) – OB Reiter will die Auswertung des Bürgergutachtens abwarten
Hochhausgrenze – München fragt die Bürger:innen!

AZ 20.10.2021: Investor Büschl ist verärgert und „löst Münchens Probleme“:
Im AZ-Gespräch verteidigt Ralf Büschl seine Absichten und macht gleichzeitig Druck.
AZ: „Der Bund Deutscher Architekten hat kritisiert, dass Hochhäuser nicht zeitgemäß sind, weil man in Türmen keinen bezahlbaren Wohnraum realisieren kann.“
Büschl: „Man kann das sehr wohl. Hochhäuser als vertikale Stadt sind die zeitgemäße Antwort auf den Siedlungsdruck. Der Footprint ist gering. Moderne nachhaltige Hochhäuser lösen die Probleme unserer Städte und bieten natürlich auch Flächen für bezahlbaren Wohnraum.“

SZ 19.10.2021 Investor Büschl will Ratsbegehren und beschimpft Hochhaus-Gegner Czisch und Brannekämper

SZ-Kommentar 19.10.2021

AZ-Kommentar, 20.10.2021:
„…Hier wird nichts illegal aus Profitgier zerstört, hier wird nicht stumpf auf München monoton machende Luxus-Bürobauten gesetzt, hier wird Boden nicht als reines Spekulationsobjekt gesehen. Sondern ein Areal langfristig entwickelt. Und das alles wird in Frage gestellt, weil zwei Hochhäuser auf einem 8,7 Hektar großen Grundstück gebaut werden sollen? Weil München vom Gipfel des Hausbergs nur aus der Frauenkirche bestehen darf? Das ist engstirnig, provinziell und spießbürgerlich – und einer Millionenmetropole nicht würdig.“

Immobilienzeitung: München droht ein neuer Hochhaus-Entscheid (Artikel ist hinter Bezahlschranke)

SZ-Meldung, 20.10.2021, 18:53 Uhr
Bezirksausschuss: Hochhäuser „gehören dazu“
„Fast der gesamte Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg hat sich hinter die Hochhaus-Pläne an der Paketposthalle gestellt. „In einer Millionenstadt wie München gehören Hochhäuser dazu“, erklärte Felix Meyer von der FDP. … Allein die Linke stellte sich gegen die 155-Meter-Türme, diese seien kein „Zeichen für Urbanität, sondern für Rendite“.

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