Nebenjobs, Geld und Zeitaufwand: Jetzt muss OB Reiter komplett offenlegen – Anfrage der München-Liste fordert tabellarische Auflistung von bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten

Pressemitteilung vom 09.03.2026 –

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter steht derzeit wegen seiner Nebentätigkeiten massiv unter Druck. Bekannt ist inzwischen, dass Reiter seit Ende 2021 jährlich rund 20.000 Euro für seine Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern erhält. Gleichzeitig prüft die Regierung von Oberbayern ein mögliches Disziplinarverfahren wegen der Frage, ob diese vergütete Tätigkeit überhaupt genehmigt war.

Doch die zentrale Frage bleibt weiterhin unbeantwortet: Welche weiteren Nebentätigkeiten übt der Oberbürgermeister noch aus – und wie viel Zeit und Geld und welche sonstigen Interessen stecken dahinter?

Der Oberbürgermeister einer Millionenstadt trägt enorme Verantwortung. München ist nicht nur politische Hauptstadt Bayerns, sondern auch Eigentümerin zahlreicher Unternehmen, Aufsichtsräte und Beteiligungen. Gerade deshalb muss für die Bürgerinnen und Bürger vollkommen transparent sein, welche Funktionen ihr Oberbürgermeister zusätzlich wahrnimmt.

Aufgrund des berechtigten Interesses des Stadtrats und der Münchner Öffentlichkeit brauchen wir eine vollständige und detaillierte Auskunft zu sämtlichen Tätigkeiten, Funktionen und Mandaten, die Dieter Reiter neben seinem Amt als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München ausübt und die

  1. in einem sachlichen Zusammenhang mit der Tätigkeit als Oberbürgermeister stehen oder aus dieser hervorgehen (auch ehrenamtliche, z.B. Schirmherrschaften).
  2. nicht in einem sachlichen Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister stehen, z.B. Positionen, Funktionen und Engagement jeglicher Art in Vereinen, Verbänden, Initiativen, Stiftungen, Wohltätigkeitsorganisationen und ähnliches.

Auch solche, die schon vor Amtsantritt als Oberbürgermeister bestanden und während der Zeit als Oberbürgermeister beendet wurden oder bis heute weitergeführt werden.

Die Münchnerinnen und Münchner haben ein Recht darauf, diese Fragen klar und vollständig beantwortet zu bekommen. Deshalb haben wir den Oberbürgermeister nun offiziell aufgefordert, sämtliche Nebentätigkeiten mit Bezug zu seinem Amt offenzulegen.

Halbe Antworten oder pauschale Angaben reichen dabei nicht aus. Erwartet wird eine vollständige und transparente Aufstellung jeder einzelnen Tätigkeit. Gerade in einer Situation, in der bereits ein mögliches Disziplinarverfahren im Raum steht, muss jetzt vollständige Transparenz gelten. Denn:

„Eines ist klar: Das Amt des Oberbürgermeisters ist kein Teilzeitjob!“

Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste)