Pressemitteilung vom 18.02.2026 –
Die München-Liste fordert die sofortige Aussetzung der Entscheidung über das Oktoberfest-Plakat 2026. Der im Raum stehende Verdacht, dass das Siegerplakat mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurde – obwohl dies laut Ausschreibungsregeln ausdrücklich untersagt ist – wiegt schwer.
„Wenn die Regeln klar sagen: keine KI – dann gilt das auch. Punkt. Alles andere wäre eine Farce gegenüber allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich an die Vorgaben gehalten haben“, sagt Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste).
Es geht um Fairness – und um Münchens Ruf
Das offizielle Oktoberfest-Plakat ist kein beliebiges Werbemotiv. Es ist Aushängeschild, Kulturgut und internationales Symbol für München. Wer hier gewinnt, repräsentiert die Stadt weltweit.
Sollte sich bestätigen, dass verbotene KI-Tools eingesetzt wurden, wäre das ein klarer Verstoß gegen die Wettbewerbsbedingungen – und ein Schlag ins Gesicht aller ehrlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die bisherige Prüfung durch die Stadt reicht nicht aus, um die massiven Zweifel in der Fachwelt und Öffentlichkeit auszuräumen. Vertrauen entsteht durch Transparenz – nicht durch Beschwichtigungen.
Unsere Forderungen sind:
- Sofortige Aussetzung der Anerkennung des Siegerentwurfs.
- Unabhängige externe Prüfung durch digitale Bildforensik-Expertinnen und -Experten.
- Bei bestätigtem Regelverstoß: Aberkennung des Sieges und Neuentscheidung bzw. Neuausschreibung.
- Klare und transparente Prüfverfahren für künftige Wettbewerbe.
Kein Präzedenzfall für Regelbruch
Die München-Liste warnt ausdrücklich davor, hier ein fatales Signal zu senden: Wenn Regeln im Zweifel nicht durchgesetzt werden, verlieren sie ihre Bedeutung. „Gerade in Zeiten, in denen KI-Technologien rasant voranschreiten, braucht es klare Leitplanken. Wer sie ignoriert, darf nicht auch noch belohnt werden“, so Dirk Höpner.
Es geht nicht um eine Person. Es geht um Fairness, Integrität und die Glaubwürdigkeit städtischer Wettbewerbe. München darf hier keinen Schatten auf eines seiner wichtigsten kulturellen Aushängeschilder fallen lassen.
