Pressemitteilung vom 04.02.2026 –
Im Zusammenhang mit den laufenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Bayerischen Versorgungskammer BVK in Fürstenried West, insbesondere im Bereich der Forst-Kasten-Allee, haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger große Angst um ihre Gesundheit. Wir haben schon mehrfach auf das Thema hingewiesen und mehrere Stadtratsanfragen an den Oberbürgermeister bzw. die Stadtverwaltung gestellt.
München-Liste-Stadtrat Dirk Höpner hat heute nochmal eine Anfrage zu dem Thema eingereicht in der Hoffnung, dass es endlich eine Reaktion von der Stadt und der BVK gibt:
Wir haben jetzt bei der Gewerbeaufsicht der Regierung von Oberbayern nachgefragt. Nun hoffen wir, dass sich die zuständigen Behörden zusammenschließen und kontrollieren, wo es ggf. Mängel gibt. Wichtig ist vor allem, dass die Menschen im Viertel erfahren, ob und wo ihre Sorgen berechtigt sind. Die Angst und Unsicherheit müssen ernstgenommen werden. Zuständig ist – vereinfacht gesagt –
- die Gewerbeaufsicht des Freistaats für den Schutz der mit Asbest arbeitenden Beschäftigten,
- die Lokalbaukommission der Stadt München für den hier besonders relevanten Drittschutz (MieterInnen, PassantInnen, insbes. Kinder und gesundheitlich angeschlagene Personen) und
- das Referat für Klima- und Umweltschutz RKU der Stadt für die Überwachung der fachgerechten Entsorgung der Asbestsäcke, die an vielen Stellen öffentlich zugänglich herumliegen.
Wir haben aus der Bevölkerung u.a. den Hinweis erhalten, dass Säcke mit der Aufschrift „Achtung Asbest“ am Rande eines Kinderspielplatzes (Bienen-Spielplatz Appenzellerstr.) deponiert wurden.
Auf der Seite https://mietergewerkschaft.de/300-mieter-befuerchten-asbest-katastrophe-und-fordern-aufklaerung-vermieter-setzt-auf-mieterhoehungen werden Fotos aus dem Baustellenumfeld gesammelt. Nach übereinstimmenden Berichten der Anwohnerschaft und vorliegenden Schriftwechseln besteht der konkrete Verdacht auf asbesthaltige Baustoffe, während gleichzeitig umfangreiche Arbeiten – unter anderem Kernbohrungen in Treppenhäusern und an Fassaden – durchgeführt werden. An der Baustelle wurden laut Anwohnenden entsprechende Säcke wahrgenommen.
Eine transparente, nachvollziehbare Information darüber, ob tatsächlich Asbest vorliegt, welche Gefahren bestehen und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden, gibt es für die betroffene Bevölkerung bislang nicht.
Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste): „Das ist ein desaströser, nicht akzeptabler Umgang mit einem gesundheitsschädlichen Schadstoff und mit der Informationspflicht gegenüber den Anwohnenden über mögliche Belastungen und notwendige Gegenmaßnahmen. Man lässt die Leute einfach mit ihrer Angst alleine!“
