SEM im Münchner Norden und Nordosten beerdigt – Riesensieg der Bürgerinnen und Bürger

Pressemitteilung vom 20.02.2026 –

Der Münchner Norden und Nordosten erleben heute einen politischen Wendepunkt.
Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) ist faktisch gescheitert – und mit ihr der Gigantismus einer Stadtplanung, die über Jahre hinweg an den Menschen vorbei betrieben wurde.

Das erste Ziel der Anwohnerinnen und Anwohner ist erreicht

Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste):Die SEM und das Denken in großmaßstäblichen Entwicklungsgebieten sind beerdigt.

Dieser Erfolg ist kein Geschenk, keine Einsicht von oben und kein Zufall.
Er ist das Ergebnis von jahrelangem Widerstand der Anwohner im Verbund mit den Eigentümern, die sich anfangs gegen alle Parteien im Münchner Stadtrat gestellt haben – und sich durchgesetzt haben. Das ist ein Riesenerfolg der Zivilgesellschaft und ein Beweis dafür, dass beharrlicher Protest wirkt.“

Keine zweite Großsiedlung auf unseren Feldern

  • Gleichzeitig ist unsere Position glasklar und unverhandelbar:
    Die Bürger wollen kein zweites Freiham Nord.
    Keine Stadtteile vom Reißbrett.
    Keine Bebauung mit Hochhäusern, Beton und maximaler Verdichtung.
    Keine Planungen, wie sie andernorts bereits diskutiert oder umgesetzt wurden – mit massiver Höhe, Dichte und Überforderung der Infrastruktur.
  • Eine Bebauung à la Freiham Nord auf unseren Feldern wird es mit uns nicht geben. Punkt.
  • Der Münchner Norden und Nordosten ist kein Experimentierfeld für städtebauliche Großversuche. Er ist Lebensraum, Kulturlandschaft und Arbeitsraum – und das soll er auch bleiben.

Ein bitterer Nachgeschmack: Es hätte nie so lange dauern dürfen

Trotz des Erfolgs bleibt festzuhalten:
Eigentümer, Landwirte und Anwohner wurden über viele Jahre in einen rechtsstaatlich unhaltbaren Schwebezustand gezwungen. Investitionen wurden blockiert, Betriebe verunsichert, Existenzen belastet. Das war kein abstraktes Verfahren, sondern eine reale Beeinträchtigung für Tausende Menschen.

Die politische Verantwortung dafür liegt beim Oberbürgermeister und den jeweiligen Stadtratsmehrheiten, die dieses Vorgehen ermöglicht, verlängert oder neu gestartet haben. Das darf nicht folgenlos bleiben.

Kein Wegducken der Stadtspitze

Jetzt ist Führung gefragt.
Der Oberbürgermeister darf sich nicht hinter wohlklingenden Worten oder Prosecco- und Schampus-Terminen wegducken, bei denen alles glatt läuft und niemand widerspricht. Führung zeigt sich dort, wo Entscheidungen unbequem sind – vor Ort, im offenen Dialog, mit klaren Aussagen und verbindlichen Konsequenzen.

Unsere Forderungen für die Zukunft

 Rechtsklare, förmliche Beendigung der SEM und aller vorbereitenden Untersuchungen

  • Volle Transparenz über Kosten, Gutachten, Zeitverluste und politische Verantwortung
  • Kein Neustart unter anderem Namen und keine Rückkehr des Gigantismus durch die Hintertür
  • Echte Mitsprache von Beginn an, verbindlich und dauerhaft
  • Ein festes Mitspracherecht der Bündnisse München Nord und München Nordost bei allen zukünftigen Planungen
  • Keine Bebauung à la Freiham Nord auf unseren Feldern

Der Kampf geht weiter

Niemand sollte sich täuschen: Mit dem Ende der SEM ist der Kampf nicht vorbei – er geht jetzt in die entscheidende Phase.

  • Wir kämpfen jetzt um das, was wir immer wollten:
    Maßvolle, nachvollziehbare Entwicklung – oder gar keine auf unseren Feldern.
  • Wir stehen bereit.
    Bereit, jede neue Planung genau zu prüfen.
    Bereit, Widerstand zu leisten, wenn alte Ideen unter neuem Namen zurückkehren.

Die Botschaft ist eindeutig:
Kein Freiham Nord auf unseren Feldern. Nicht heute. Nicht morgen. Nicht unter anderem Namen.

Dank

Dieser Erfolg hat viele Gesichter. Der Dank gilt allen engagierten Anwohnern, Eigentümern, Landwirten und Unterstützern, die Zeit, Energie und Mut investiert haben – oft neben Beruf, Familie und Alltag. Ohne dieses Engagement wäre der Münchner Norden und Nordosten heute ein ganzes Stück näher an einer Großbebauung gegen den Willen der Betroffenen.