Unser Anliegen

Mit großer Sorge beobachten wir das ungezügelte Wachstum Münchens. Wohnqualität, Verkehr, Umwelt und Infrastruktur verschlechtern sich zusehends.

Es werden sehr viele Wohnungen gebaut, aber das Versprechen günstiger Wohnungen bleibt trotzdem unerfüllt – sie werden teurer und teurer. Die Logik hinter dem wie ein Mantra von den Regierungsparteien dauernd wiederholtem ‚Bauen, bauen, bauen!‘ erscheint auf den ersten Blick  plausibel: Mehr Wohnungen entschärfen die ‚Wohnungsnot‘. Wenn man genauer hinsieht: Je stärker ein Ballungsraum wächst, desto stärker wird seine Sogkraft. Diese zieht Kapital, Arbeitsplätze und Menschen aus den schwächeren Regionen Deutschlands und aus anderen Ländern nach München. Die Folgen sind für alle sichtbar. München baut auch noch die letzten Grünflächen und Luftschneisen zu und verdichtet auf ein unerträgliches Maß nach. Alteingesessene verlieren ihre Wohnung und unsere Kinder ziehen weg, weil sie sich München nicht mehr leisten können. Im Gegenzug verlieren die Abwanderungsgebiete ihre jungen Leute und die Infrastrukur verfällt in diesen Regionen.

Es ist höchste Zeit, Politik für Münchner zu machen. Davon profitieren alle (Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt & Land)! Immer mehr Gemeinden reagieren (siehe Medienberichte). Wenn Wachstum stattfinden soll, dann bitte mit Augenmaß und Verstand, kein kopfloses Zubetonieren!

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Wachstum


Bei den Immobilien-Investoren herrscht Goldgräberstimmung. Die letzten Grünflächen und Frischluftschneisen werden zugebaut. Bis 2040 sollen Wohnungen für zusätzliche 300.000 Menschen in München errichtet werden, damit unsere Stadt infolge des
von Profiteuren getriebenen Booms auf 1,85 Millionen Einwohner anwachsen kann. Wir Münchner zahlen den Preis für diese Fehlentwicklung mit höheren Mieten, Dauerstau, Platzmangel, Lärm und schlechter Luft.

Zuzug in dieser Größenordnung ist aber nicht zwingend. Wachstum ist kein Naturgesetz!

Warum dieses Thema?

Unsere Stadt leidet unter ihrem massiven Wachstum. Es verursacht hohe Mieten, Verkehrschaos, Umweltprobleme und zunehmende Mängel bei der Infrastruktur, vom überlasteten ÖPNV bis zur Terminknappheit bei Behörden und Ärzten.

München hat die höchste Bevölkerungsdichte in Deutschland. Sie ist die am stärksten versiegelte Stadt und hat nur noch wenige Grünflächen. Als Pendler- und Stauhauptstadt nimmt sie einen unrühmlichen Spitzenplatz ein. Trotzdem werben Politik und Verwaltung weltweit weitere Investoren an.

‚Bauen, bauen, bauen‘ ist nicht die Lösung, sondern das Problem! 2016 zogen zum Beispiel über 120.000 Menschen nach München und ca. 106.000 weg. Diese hohe Fluktuation bedeutet, dass eben doch über 120.000 Personen trotz steigender Quadratmeter-Zahl pro Einwohner und angeblicher Wohnungs’not‘ eine Wohnung hier gefunden haben. Doch mit jeder Neu-Vermietung einer Wohnung steigt deren Miete. Auch die Anonymität in den Wohnvierteln nimmt durch den ständigen Wechsel zu, gewachsene Strukturen zerfallen. Leidtragende sind die Münchner, die schon lange hier leben.

Nachverdichtung ist ein wesentlicher Preistreiber. Der Bodenwert auch der umliegenden Grundstücke steigt, wenn das zulässige Maß der Bebauung bzw. der Geschossflächenzahl (GFZ) erhöht wird. Die so in die Höhe getriebenen Bodenrichtwerte schlagen sich in den höheren Miet- und Kaufpreisen nieder. Sie fließen in die Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmieten ein und treiben so die Mietspiegel weiter nach oben. Auch Erben ist teuer geworden und viele müssen ihr Haus nach vielen Generationen im Familienbesitz verkaufen, um die hohen Erbschaftssteuern bezahlen zu können. Andererseits ist die Gefahr einer Immobilienblase laut den Immobilienspezialisten der Schweizer Großbank UBS in München weltweit am größten.

Unsere Position

Wachstum ist kein Wert an sich. Was haben Sie als Münchner davon, wenn der soziale Zusammenhalt verlorengeht und die Infrastruktur völlig überlastet ist? Gewerbesteuereinnahmen sind eine feine Sache, aber die Kosten ungezügelten Wachstums müssen – anders als bisher – in den Finanzbedarf mit eingerechnet werden. Denn Wachstum erzeugt Bedarf an begleitender Infrastruktur wie Straßen und Kita-Plätzen, und dafür braucht die Stadt wiederum Gewerbesteuereinnahmen, also noch mehr Gewerbe. Eine endlose Spirale! Wachstum in der aktuellen Dimension ist keinesfalls notwendig, um unseren Wohlstand zu erhalten – im Gegenteil! Der städtische Etat hat bereits ein Volumen von etwas 7,5 Milliarden Euro, davon rund 2,7 Milliarden aus der Gewerbesteuer.

Planungsprognosen sollten die Basis für planerische Strategien und Maßnahmen sein, um die zukünftige Entwicklung im Sinne der Münchner zu lenken und zu gestalten, und nicht die Rechtfertigung für ungezügeltes Bauen. Ziel darf nicht sein, unsere Stadt in eine anonyme Metropole zu verwandeln. Wir wollen keinen Moloch mit gesichtsloser Einheitsarchitektur!

Wir fühlen uns den Interessen der Bürger verpflichtet, die schon hier leben, nicht derjenigen, die irgendwann von irgendwo aus Deutschland oder einem anderen Ort auf der Welt nach München zuziehen wollen. Alle, die sich wirklich als Münchner fühlen, egal woher sie einmal kamen, sollen ihr ganzes Leben hier verbringen können und nicht durch die immer weiter steigenden Mieten vertrieben werden.

Ältere Mitbürger müssen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Und wir brauchen Platz zum Spielen und Aufwachsen für unsere Kinder und Enkel.

Vernünftige Stadt- und Umgebungsplanung heißt also, den Zuzug dahingehend zu beeinflussen, in welchem Umfang München wachsen soll (wenn überhaupt!) und wen München braucht (z.B. bestimmte Berufsgruppen). Die Stadt sollte sich für eine überregional ausgleichende Strukturpolitik einsetzen, statt ihre starke Wirtschaftsposition und hervorragende finanzielle Lage zulasten der schwächeren Regionen auszunutzen.

‚Pull-Faktoren‘, also Faktoren, die Menschen und Unternehmen anziehen, dürfen nicht mehr in München, sondern müssen in strukturschwächeren Regionen gefördert werden.

Die Stadt beobachtet Zuzug derzeit hauptsächlich durch

1) hochqualifizierte Berufsanfänger,

2) und als zweitgrößter Hochschulstandort Deutschlands durch Studenten, die jeweils nicht lange bleiben und

3) zu weit über der Hälfte Menschen aus dem Ausland, verstärkt aus Asien einschließlich Nahem Osten, die ebenfalls nicht hierbleiben und dazu oft sehr zahlungskräftig sind, was zum Anstieg von Mieten und Preisen und der Verdrängung von Münchnern beiträgt. Aber auch der Druck auf geförderte Wohnungen nimmt zu.

Es gilt also, Wachstum zu bremsen, zu steuern und intelligent zu gestalten.

Unsere Forderungen

‚Genug ist genug‘ zu sagen, reicht natürlich nicht. Es braucht konkrete Ziele und eine Strategie.

Wir wollen z.B. keine weiteren Hotel- und Bürobauten. In den vergangenen 10 Jahren entstanden gut 100.000 mehr Arbeitsplätze als die ca. 59.000 Wohnungen, die in München gebaut wurden. Auch im Arnulfpark sollen z.B. wieder 7.600 Arbeitsplätze, aber nur Wohnungen für 2.000 Menschen, d.h. ca. 1.000 Wohnungen geschaffen werden; im PaketPostAreal 3.000 Arbeitsplätze sowie Hotels, aber nur ca. 1.000 Wohnungen. Jeder Arbeitsplatz benötigt aber eine zusätzliche Wohnung. Alleine bei diesen zwei Bauvorhaben soll also die Nachfrage nach Wohnungen wieder um 8.500 Wohnungen gesteigert werden.

Die Bau- und Wirtschaftspolitik der Stadt ist daher ein entscheidender Mietpreistreiber. Wenn in Zukunft gebaut wird, dann bitte Wohnungen! Denn wer nicht in München wohnt, pendelt herein und überlastet Straßen und ÖNPV.

Um die Verdrängung der alteingesessenen Münchner zu bekämpfen, brauchen wir höchstmögliche Transparenz, wessen (Schwarz?-)Geld in Münchner Immobilien investiert wird. Die Grunderwerbssteuer soll für alle Investoren gelten. Der Missbrauch gesetzlicher Regelungen in diesem Bereich muss zurückgedrängt werden. Hierfür muss sich die Stadt aktiv bei der Gesetzgebung zu Wort melden.

Die Stadtverwaltung darf keine Werbung für die ‚Metropolregion München‘ im In- und Ausland (MIPIM in Cannes, ExpoReal, Internetseiten) mehr machen.

Die Stadt soll vorrangig alteingesessene Firmen, für den täglichen Bedarf wichtiges Gewerbe und Handwerker sowie nachhaltig agierende Unternehmen unterstützen

Wir wollen die rücksichtslose Zubetonierung unserer Stadt eindämmen – auch dann, wenn sie unter dem Deckmantel des ’30+10 SoBoN‘ (‚Soziale Bodennutzung‘) stattfindet – einem Modell, das zwar zu einem Teil vergünstigten Wohnraum schafft, aber zugleich

    • schützenswerte Grünflächen und Außenbereichsgrundstücke vernichtet,
    • mehr Baurecht und höhere Gewinne für Investoren erzeugt und
    • den Zuzug weiter anheizt, weil ein Großteil der Wohnungen ja in den freien Markt geht und damit wieder gutverdienende Zuzügler anlockt.

In die Höhe zu bauen ist kein Allheilmittel, weil die Menschen, die in Hochhäusern quasi übereinander gestapelt leben oder arbeiten, genauso viel Infrastrukturbedarf (Verkehr, Kitaplätze, Schulen etc.) auslösen wie andere Bauweisen.

Wir wollen mehr Lärmschutz und weniger Abgasbelastung. Die derzeitige Stadtregierung will ‚reine Wohngebiete‘ abschaffen, weil die darin vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte durch zusätzliche Bauprojekte in dem Viertel nicht mehr eingehalten werden können, und weil in solchen Gebieten die von Investoren geforderten geringeren Abstandsflächen zu den Nachbarn nicht umsetzbar wären. Dieses Manöver läuft dann unter dem irreführenden Schlagwort ‚urbanes Wohnen‘.

Die Wohndauer in München sowie dringend benötigte Berufsgruppen sollten u.a. bei der Vergabe von geförderten Wohnungen stärker beachtet werden.

Anstatt kopflos neu zu bauen, müssen wir vorhandenen Wohnraum intelligent nutzen, spekulativen Leerstand und Zweckentfremdung bekämpfen, die Zweitwohnsitzsteuer drastisch erhöhen und die Fehlbelegungsabgabe wieder einführen.

Von herausragender Bedeutung ist die Stärkung der strukturschwächeren Regionen, z.B. durch bevorzugte Förderung von Universitäten, Ausbau des schnellen Internets und der Mobilfunknetze, gute Bus- und Zugverbindungen, Erhalt bzw. Wiederschaffung von Arbeitsplätzen und aller nötigen Infrastruktur wie Schulen und Verwaltung. Sofern Universitäten ihre Studentenzahlen in München, derzeit gut 130.000, noch weiter erhöhen wollen, müssen sie ihrer Verantwortung nachkommen und entsprechend Wohnraum zur Verfügung stellen. Das geschieht am besten in Zweigstellen im ländlichen Raum. In vielen Regionen verfallen Häuser und Infrastruktur, weil die Menschen abwandern – und wir Münchner wissen nicht, wie wir den Ansturm bewältigen sollen. Echte Freizügigkeit bedeutet, dass man nicht nur die Wahl hat, den Heimatort zu verlassen und woanders hinzugehen, sondern auch, da zu bleiben, wo man aufgewachsen ist und Familie, Freunde und das vertraute Umfeld hat.

Was machen die 3 großen Parteien?

Immer dichter und immer höher bauen, bauen, bauen, obwohl bekannt ist, dass wir damit weder höhere Mieten verhindern noch das Wohnungsproblem in den Griff bekommen – das ist offenbar die Strategie der etablierten Parteien. Als Rechtfertigung für maßlose Nachverdichtung und die Schaffung riesiger neuer Viertel auf unseren Feldern und Wiesen am Stadtrand werden sogenannte Zuzugsprognosen, oft erstellt von Lobbyisten, angeführt.

Zuzügler aus Deutschland und aller Welt haben in ihrer Planung offenbar Vorrang vor den Interessen der Einheimischen. Stadtbaurätin Prof. Merk unterstützt aktiv die Abschaffung der reinen Wohngebiete und damit des Lärmschutzes, vgl. Düsseldorfer Erklärung, mit der sich Stadtplaner für eine Deregulierung beim Städtebau zugunsten von Investoren einsetzen. CSU und Freie Wähler wollen die Verringerung der Abstandsflächen. Plötzlich stehen riesige Hauswände, wo früher Bäume waren. Belichtung und Belüftung verschlechtern sich, weil die Gebäude eng aneinander platziert und die Frischluftschneisen zu den Wäldern und Grünflächen entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zugebaut werden.

Sogar die Grünen – in München müssten sie die Graugrünen heißen – wollen in Daglfing ein Stadtquartier mit 30.000 Einwohnern auf 91 ha ‚entwickeln‘ (im Klartext: bauen), d.h mit 2,5-mal so vielen Menschen wie auf einer vergleichbaren Fläche in New York City. Keine Stadt in Europa ist ähnlich dicht bebaut.

Die genannten Parteien erlauben und fördern teilweise sogar das Bauen in Landschaftsschutzgebieten, Wasserschutzgebieten, in allgemeinen Grünflächen und in Frischluftschneisen. Naturidyllen werden für den schnellen Profit der immer gleichen Investorengruppen zerstört, landwirtschaftliche Flächen, die wohnortnahem Anbau dienen, zwangsweise zugebaut.

Sie können mithelfen, dies zu ändern […]

 

Verkehr


Wer kennt diese Situation nicht? Man steht mal wieder im Berufsverkehr im Stau oder wartet auf eine S- oder U-Bahn mit Verspätung. Das ist nicht nur stressig und ärgerlich, sondern zugleich ein volkswirtschaftliches und ein Umweltproblem.

München und das Umland wachsen: Mehr Einwohner, mehr Arbeitsplätze, mehr Touristen – also auch mehr Verkehr. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hat in vielen Bereichen seine Kapazitätsgrenze erreicht, bei der S-Bahn ist diese Grenze bereits überschritten. Wenn nicht umfangreich investiert wird, droht Mitte der 20er-Jahre ein Verkehrsinfarkt. Diese Aussagen stammen von den MVV- bzw. MVG-Geschäftsführern.

München wird oft als Stau-Hauptstadt Deutschlands bezeichnet. Laut Planungsreferat muss sich etwas ändern, denn sonst haben wir ab ca. 2030 den ganzen Tag über, von 5 bis 21 Uhr, Hauptverkehrszeit!

Zudem ist München die Pendler-Hauptstadt in Deutschland. Wir haben täglich 394.000 Pendler nach München (siehe ‚Pendler-Atlas‘ der Arbeitsagentur)!

Der legendäre Vorschlag von Oberbürgermeister Reiter, dass an geraden Tagen nur Autos mit geraden Kennzeichen unterwegs sein dürfen, zeigt den Handlungsdruck.

Die beiden Hauptverkehrssysteme ÖPNV und Straße haben die Grenze ihrer Belastbarkeit längst erreicht.

Unsere Position

Wir wollen die Verkehrswende aktiv voranbringen. Hierzu brauchen wir ein neues Verkehrskonzept für alle Verkehrsteilnehmer in München und Umland, denn das letzte stammt aus dem Jahr 2006 und wird der gewachsenen und weiter wachsenden Stadt nicht mehr gerecht.

Machen wir uns nichts vor: Die Aufteilung des öffentlichen Raums muss zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern neu diskutiert werden – aber jeder muss Gelegenheit haben, seine Bedenken und Wünsche einzubringen.

Auf jeden Fall brauchen wir höhere Investitionen aus dem Haushalt der Stadt München, denn aktuell werden für Infrastrukturprojekte beim ÖPNV nur 40 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben, d.h. 0,6% des Haushalts.

Unsere Forderungen

Unser Ziel ist es, die Menschen zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen – über Angebote, nicht über Verbote. Und, wo immer es geht, aufs Fahrrad. Die Infrastruktur für Radfahrer muss verbessert werden. Wir wollen alles tun, um die Zahl der Unfälle, bei denen Radler die Opfer sind, zu reduzieren. Aber das reicht nicht, denn nicht jeder fährt Rad, und im Winter ist Radeln nicht immer möglich, insbesondere für ältere Menschen. Wir brauchen mehr ÖPNV.

Wir wollen den schnellen Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrs, d.h. von S-Bahn, U-Bahn und Trambahn, jedoch mit Schwerpunkt Trambahn. Die Trambahn ist vor allem auf kurzen Fahrstrecken (und das sind die meisten in der Stadt) sehr schnell. Durch den Ausbau eines engmaschigen Trambahnnetzes erreichen wir in kurzer Zeit eine massive Entlastung des Verkehrs.

Warum sind weitere U-Bahn-Linien keine Lösung? Die Inbetriebnahme neuer Linien erfolgt nach frühestens 15 bis 20 Jahren. Allein der Planungsprozess dauert bis zu 10 Jahre.

Die Mobilität für Ältere und Menschen, die sich durch körperliche Einschränkungen schwerer tun im öffentlichen Raum, wollen wir verbessern, z.B. durch Busse mit niedrigem Einstieg, Platz für Rollstuhl und Gehwagen und weitere Hilfen. Der öffentliche Raum darf für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kein Raum sein, der ihnen Angst und Stress bereitet.

Wir wollen im Rahmen eines 100 Tage-Plans die sofortige Einrichtung eines eigenen Trambahnreferats analog zum früheren U-Bahn-Referat erreichen. Ein Tram-Masterplan soll aufgestellt werden. Das Thema darf nicht mehr beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung liegen, wo ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Unsere Pläne im Detail: Link

S-Bahn

Wir fordern
– den Ausbau eines Nord-Süd-Ringes für die S-Bahn,
– den zweigleisigen Ausbau der S7 und
– den Ausbau der S4.

Was machen die drei großen Parteien?

Die drei großen Parteien haben den heutigen Zustand des Münchner Verkehrsnetzes zu verantworten. Im Zeitraum der 1950er bis 1980er Jahre wurde München autofreundlich ausgebaut. Der Elektrifizierungsgrad wurde durch den Abbau von Trambahnen systematisch zurückgefahren. Auch die Rot-Grüne-Rathauskoalition bis 2014 war hinsichtlich einer Verkehrswende vollkommen untätig.

Das letzte stadtübergreifende Verkehrskonzept stammt aus dem Jahr 2006. Im Zusammenhang mit der stark steigenden Bevölkerungszahl ist das ein unverantwortliches Handeln. Es fehlt nicht an Personal, sondern an den richtigen Vorgaben bei der Verkehrslenkung. Riesenparkhäuser werden auch jetzt noch mitten in die Viertel (z.B. Großhadern) geplant und damit der Verkehr sogar in die Stadt gelockt, statt Konzepte zu entwickeln, die den Verkehr aus der Stadt heraushalten.

Die Politik muss festlegen: Verkehrsmittel, mit denen wir Stau und Abgase vermeiden, vor allem Bahnen, haben in München Vorrang! Die MVG könnte auf diese Weise Millionen Euro für Fahrzeuge und Fahrer sparen, weil sie mit den vorhandenen Mitteln mehr Fahrgäste schneller transportieren könnte.

Für eine Verkehrswende braucht es deutlich höhere Investitionen.

Sind Sie auch unserer Meinung? Helfen Sie mit […]

 

 

Soziale Infrastruktur


Mussten Sie auch schon einmal sehr lange auf einen Arzt- oder Krankenhaustermin warten? Auf eine Antwort von einer Behörde? Hatten Sie Schwierigkeiten, einen Platz zu bekommen im Kindergarten, in der Schule, im Hort oder bei einem Sportverein?
Unsere soziale Infrastruktur hat sich durch das rasante Wachstum stark verschlechtert.

Unsere Position

Für das Zusammenleben in einer Stadt oder Gemeinde ist das Vorhandensein und Funktionieren einer sozialen Infrastruktur (Gesundheit, Bildung, Fürsorge, Öffentliche Sicherheit, Sport, …) von herausragender Bedeutung. Das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeiten ihrer Kommune hängt von dieser Infrastruktur ab.  

Die Infrastruktur gerät zunehmend in Bedrängnis, wenn sie mit dem Wachstum nicht mehr Schritt halten kann. Unzufriedenheit, Frustration, Aggression und damit eine Gefahr für unser Zusammenleben und eine deutliche Abnahme der Lebensqualität sind die Folge.

Allein für Münchens Schulsanierungen werden 9 Milliarden Euro in den nächsten 15 Jahren erforderlich. Der gesamte Haushalt der Stadt beträgt gut 7 Milliarden Euro. Investitionen dürfen nicht mehr auf zukünftige Generationen verschoben werden!

Unsere Forderungen   

Der Mehrbelastung der Infrastruktur durch den Zuzug muss Rechnung getragen werden. Nur Wohnungen zu bauen reicht nicht. Der massive Zuzug führt dazu, dass die Infrastruktur nicht mehr für alle Bürger ausreicht. Parallel zum Ausbau der Infrastruktur brauchen wir daher eine andere Strukturpolitik von Land, Bund und EU, die München entlastet.

In den letzten 13 Jahren ist die Bevölkerungszahl in München um knapp 20% gestiegen.

Haben wir auch …

20% mehr Krankenhäuser und Ärzte?

20% mehr soziale Einrichtungen?

20% mehr Schulen, Horte und Kindergärten?

20% mehr Sportplätze, Vereine und Schwimmbäder?

20% mehr Grün-, Frei- und Erholungsflächen?

20% mehr Badeseen?

20% mehr S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus?

Wir fordern eine Balance zwischen Bevölkerungswachstum und Sicherstellung der Qualität unserer Infrastruktur. Da wir nicht in überschaubarer Zeit 20% Infrastruktur nachholen können, müssen wir beim Wachstum auf die Bremse treten – z.B. bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete.

Was machen die 3 großen Parteien?

Die drei großen Parteien im Stadtrat setzen auf Wachstum, ohne für eine entsprechend mitwachsende Infrastruktur zu sorgen. Sie bewirken damit eine kontinuierliche Verschlechterung unserer Lebensqualität.

Investitionen fließen mit hoher Priorität in den Bau neuer Wohngebiete. Die zusätzlichen Bewohner benutzen aber auch die bereits bestehende Infrastruktur der gesamten Stadt. Dieser Mehrbelastung wird nicht Rechnung getragen!

Sie können helfen, dies zu ändern […]

 

STADTNATUR & FREIRÄUME


Die Grünflächen der Stadt sind die Basis für Klima-, Arten- und Immissionsschutz und damit von besonderer Bedeutung für die Gesundheit unserer Stadtbewohner. Als wesentlicher Bestandteil des Ortsbildes geben uns alte Bäume und grüne Gärten auch Heimat und Identität.

Aufgrund der globalen Klimaerwärmung wird sich die Temperatur in der Münchner Innenstadt in den nächsten Jahrzehnten um bis zu 10 Grad erhöhen, falls wir weiterhin unsere Grünflächen bebauen. Hitzeperioden (Überhitzung der Stadt) und Extremwettereignisse wie Starkregen und Hagel werden sich häufen.

Baumschutz = Klimaschutz

 

Unsere Position

Stadtgrün und Freiflächen sind quantitativ und qualitativ zu bewerten, sie dienen unserem Wohl als Freizeit- und Erholungsfläche, als Schattenspender und als Luftbefeuchter.

Wir haben es in der Hand! Hätten wir 10% mehr Grünflächen in München, könnten wir die Klimaerwärmung in der Innenstadt auf annähernd 1 Grad reduzieren (laut Klima-Leitfaden der TU München).

Wir wenden uns strikt gegen jede weitere Versiegelung von Grünflächen in der Stadt und im Außenbereich. Versiegelung führt auch zu deutlich höheren Grundwassertemperaturen und trägt so zu hohen Temperaturen in der Stadt bei.

Wir denken an zukünftige Generationen. Unterstützen Sie uns! Auch unsere Jugend geht für Klimaschutz auf die Straße.

Unsere Forderungen

    • Verbindliche Festlegung aller Grünflächen, Freiflächen und Frischluftschneisen
    • Flächen entsiegeln – Plätze grün und naturnah gestalten
    • Umsetzung der 21 Anträge des Baumschutz-Workshops der Bezirksausschüsse
    • Umsetzung der Erkenntnisse des Klima-Leitfadens der TU-München
    • Kleinteilige Grünstrukturen schaffen und erhalten
    • Sofortige Einführung eines Baumkatasters
    • Biodiversitätsstrategie der Stadt München zügig umsetzen
    • Bei Baumfällung die Schweden-Regel anwenden (= wird 1 Baum gefällt, müssen 3 neue gepflanzt werden)
    • Pro-Kopf-Grün bei Neubauten wieder auf 32qm/Einwohner setzen
    • Umwelterziehung in Schulen frühzeitig und besser fördern
    • Zukunftsideen der Münchnerinnen und Münchner aufgreifen und zur Diskussion stellen
    • Erhalt landwirtschaftlicher Flächen zur Versorgung der Münchner Bevölkerung

Was machen die 3 großen Parteien?

Aufgrund des Baus von Wohnungen, Büros und Gewerbegebieten verschwinden immer mehr Grünflächen und Freiräume in unserer Stadt. Es wird in Landschaftsschutzgebiete, Wasserschutzgebiete, in allgemeine Grünflächen und in Frischluftschneisen gebaut. Landwirtschaftliche Flächen verschwinden mehr und mehr.

Über 2.500 Bäume verliert München pro Jahr (laut Bund Naturschutz München).    

Flächenfraß durch Verdichtung in jedem Nachbargarten und Schaffung von Trabantenstädten am Stadtrand – soll das Münchens Zukunft sein?

Die GroKo in München schadet allen Bewohnern der Stadt, indem sie in ihrer Wirtschaftshörigkeit immer weiter verdichtet und versiegelt.

Die Verantwortlichen müssen dringend umdenken! 

Sie können mithelfen, dies zu erreichen! […]

 

Unser München


Was macht eine Stadt lebenswert? Es sind die Menschen in ihr, die Plätze und Orte, an denen wir uns begegnen, an denen wir miteinander kommunizieren und an denen wir gerne verweilen. Es sind unsere Nachbarschaften, unsere vertrauten Umgebungen, unser Miteinander und unsere gegenseitige Unterstützung.

Städte mit gewachsenen baulichen, natürlichen und sozialen Strukturen sind besonders lebenswert.

Durch unkontrollierte Verdichtung und Wachstum verlieren wir Lebensqualität. Wir wollen, dass unsere Stadt wieder lebenswert für alle Münchner ist!

Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen, nicht der finanzielle Profit Einzelner!

Unsere Forderungen

Wir wollen so viele gewachsene Strukturen erhalten wie möglich.

Vorhandene Baugesetze müssen in diese Richtung ausgeschöpft und neue Regelungen angestoßen werden.

Wir wollen den typischen Charakter der Münchner Stadtviertel erhalten und den Charme der Plätze bewahren sowie behutsam weiterentwickeln und dabei die Anwohner einbinden.

Was können wir dafür tun?

    • Erlass von städtebaulichen Erhaltungssatzungen
    • Erlass von Gestaltungssatzungen
    • Heimatpflege in Rahmenplänen verankern und stärken
    • Neue Ideen, Entwicklungen, Positivbeispiele aus anderen Städten prüfen und gegebenenfalls übernehmen

Was machen die 3 großen Parteien?

Es planen und bauen immer dieselben ‚Big 5‘ mit Unterstützung der einschlägigen Unternehmensberater und deren Einflussnahme auf Politik und Behörden. Die immer gleichen Architekten produzieren immer gleiche Häuser. Die Neubauten sind eintönig, belanglos und uniform. Diese Gruppe von ca. 10 Personen braucht dringend mehr Wettbewerb, ähnlich wie in den Jurys. Wir wollen nicht, dass überall ähnliche Gebäude erstehen.

Mit dem Erlass von Satzungen könnte man das Stadtbild erhalten und seine behutsame Weiterentwicklung steuern.

Wir wollen eine Stadt für die Menschen, nicht für Planer, Architekten und Investoren!

Möchten Sie dabei mithelfen? […]

 

Bürgerbeteiligung

 

Entscheidungen der Politik zu Firmenansiedlungen, Zuzug und  Stadtplanung finden in einem kleinen, elitären Kreis von Politikern, (Immobilien-)Wirtschaft und Investoren statt. Die Bevölkerung ist mangels verständlicher Informationen und Möglichkeiten zur Beteiligung von den grundlegenden Entscheidungsprozessen ausgesperrt. Somit besteht so gut wie keine echte Mitwirkung an den weitreichenden Entscheidungen zur Stadtentwicklung. Die Stadt wird ohne Bürger entwickelt – Unmut, Misstrauen und Politikverdrossenheit machen sich breit.   

Wir halten die Bürgerbeteiligung für ein höchst wirksames Instrument zur Weiterentwicklung unserer Stadt und zugleich zur Bewahrung des Münchner Stadtcharakters. Die Diskussion über zukünftige Entwicklungen im Städtebau muss öffentlich geführt werden.

Unsere Forderungen

Zunächst brauchen wir eine repräsentative Befragung der Bevölkerung zu den Stärken und Schwächen ihres jeweiligen Stadtbezirks.

Zudem beauftragen wir das Planungsreferat mit der Erstellung eines fachlich anerkannten Simulationsmodells, das die Wechselwirkungen von Planvorhaben in Bezug auf Firmenansiedlung, Zuwanderung und Stadtentwicklung abbildet.

Darin werden die Auswirkungen möglicher Planungen auf weiteren Infrastrukturbedarf (Soziales, Sport, Raumentwicklung, Verkehr, Ökologie usw.) transparent.

Des Weiteren ist eine für die Bevölkerung taugliche Präsentationsform dieser Abbildungen zu konzipieren und einzusetzen.

Die Bezirksausschüsse übernehmen die Aufgabe, die örtlichen und überörtlichen Planungen sowie deren Auswirkungen der Stadtteilbevölkerung öffentlich zu präsentieren und aktiv Meinungen aus der Bevölkerung einzuholen.

Wir sammeln zunächst Vorschläge von unabhängigen Fachleuten sowie aus anderen Gemeinden mit Erfahrung bei neuen Methoden der Bürgerbeteiligung (z.B. Bürgerwerkstatt Planegg).

Dann erstellen wir Vorschläge und besprechen diese wiederum mit unabhängigen Fachleuten der Stadtplanung sowie mit anderen Fraktionen im Rathaus und formulieren Anfragen und Anträge.

Was machen die 3 großen Parteien?

Die etablierten Parteien haben offenbar ein geringes Interesse an langfristiger Stadtstrukturpolitik und den dafür notwendigen Instrumenten zur Entscheidungsfindung. Sie sind fixiert auf Einzelmaßnahmen und auf repräsentative Außendarstellung.

Von vielen Parteien wurde eine Bürgerbeteiligung versprochen. Der Oberbürgermeister hatte sie für 2016 angekündigt. Noch warten wir vergeblich darauf.

Bürgerbeteiligung bedeutet mehr echte Demokratie.

Sie können mithelfen, das zu erreichen […]