Halbherzige Haltung der Grünen: Frischluftschneise erhalten – massives, zerstörerisches Bauen andernorts?

„Die Grünen fürchten, dass durch Neubauten im Hachinger Tal Sommernächte im Osten der Stadt viel wärmer werden könnten“, heißt es in einem Bericht der Abendzeitung am 16.01.2020. Die Ackerflächen links und rechts der Autobahn A8 sind Münchens wichtigste Frischluftschneise. Abends strömt frische Luft von den Alpen in die Stadt.

Trotzdem will die Gemeinde Neubiberg westlich und östlich der A8 ein Gewerbegebiet ausweisen. Außerdem beabsichtigt die Stadt München, bis zu 1.500 Wohnungen zu bauen (von Perlach aus entlang der Unterhachinger Straße).

Laut dem Bericht fordern die Grünen in Stadt und Land: „Engt nicht Münchens Luftröhre ein“, und die OB-Kandidatin der Grünen, Katrin Habenschaden, sagt gar, Lebensqualität ‚geht flöten‘: „Wenn bauen, dann zuerst die versiegelten Flächen anschauen und nicht auf die grüne Wiese schielen.“

Wie lässt sich das in Einklang bringen mit den Forderungen der grünen OB-Kandidatin, die vehement gigantische Baumaßnahmen ‚auf der grünen Wiese‘ im Münchner Norden und Nordosten (die größten Entwicklungsgebiete Europas) fordert?

Unstrittig ist doch, dass die massive Versiegelung von Ackerflächen, die Vernichtung notwendiger Frischluftschneisen und die damit einhergehende Umweltzerstörung zur Verringerung der Lebensqualität für die Münchner Bürger führen.

Diese leicht verständlichen Zusammenhänge scheinen erstaunlicherweise in den Überlegungen der Stadt-Grünen keine große Rolle zu spielen.

So proklamiert OB-Kandidatin Habenschaden weiterhin ein massives, unökologisches Wachstum der Stadt München auf Kosten seiner Bewohner. Darüber hinaus wird die weitere Schwächung strukturschwacher Regionen in Deutschland billigend in Kauf genommen.

Die München-Liste sagt: Das fortschreitende Versiegeln von Grünflächen und Zerstören von Frischluftschneisen und Grünzügen muss aufhören. München muss entlastet, strukturschwache Regionen müssen gefördert werden (gleichwertige Lebensverhältnisse fürs ganze Land!).



	
	

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